Schafe im Zeltlager

Als Lamberta und Lambert nach einer weiten Wanderung in der sommerlichen Hitze wieder in Lamahausen ankommen, wundern sie sich: Im Hof und auf der Wiese stehen lauter Zelte. „Hallo Gina, was ist denn hier los?“, fragt Lamberta die kleine wuschelige Hundedame, die über den Hof spaziert. „Ach, es ist wieder Zeltlager-Wochenende. Ganz schön viel Action, dieses Jahr sind 21 Kinder hier.“ Lambert schaut sich irritiert um. „Aber wo sind sie denn? Die Zelte sehe ich, aber keine Kinder weit und breit. Und auch die Lamas und Esel und Ziegen sind gar nicht auf ihrer Weide wie sonst.“

Gina zeigt in Richtung Wald und erklärt: „Es ist sooo warm hier, deswegen gibt es dieses Jahr ganz viel Programm im Abenteuerwald. Da ist es schattig, das gefällt den Kindern. Und vielen Tieren auch! Deswegen sind sie auch dabei.“ Lamberta und Lambert beschließen, gleich einmal nachzusehen, was wohl im Wald passiert. Sie laufen noch den Feldweg hinauf, als sie schon lautes Rufen, Lachen und ein weiteres Geräusch hören, das sie nicht ganz einordnen können. Etwas fällt, oder platscht – was kann das nur sein? Im Wald angekommen, finden sie es heraus: Da steht noch eine Schale voll mit Wasserbomben, mit denen sich die Kinder bereits bewerfen. Bevor Lamberta auch getroffen wird, geht sie aber lieber ein Stück weiter, wo die Ziegen genüsslich an den Brombeersträuchern knabbern. Merlin und Fidelma sind auch dabei – die beiden Jungtiere sind ganz schön groß geworden!

Als alle Wasserbomben geworfen sind, begleiten die zwei kleinen Schafe die Kinder wieder zurück auf den Hof. Nach dem Essen gibt es lauter spannende Workshops, die sich auch Lambert und Lamberta interessiert ansehen: Eine Gruppe macht riesengroße Seifenblasen, andere Kinder malen eine wunderschöne Zeltlagerflagge, einige knüpfen Freundschaftsarmbänder und wieder andere filzen oder spinnen mit Alpakawolle. Und natürlich verbringen die Kinder Zeit mit den Tieren auf dem Hof, auch wenn sich das Schwein Frederik bei diesem Wetter lieber entspannt in seinem Schlammbad suhlt…

Lambert und Lamberta finden es besonders spannend, die Tiere kennenzulernen, die noch nicht da waren, als sie ihre Reise im April angetreten haben. Ein Hund ist gerade zu Besuch hier – August gehört einer Teamerin, die sich zur Zeit zur Fachkraft für tiergestützte Pädagogik ausbilden lässt. Gerade, als Lambert sich ihm vorstellt, hört er es leise maunzen: Das ist Linus, ein kleiner Kater, der mit seiner neugierigen Schwester Lucie seit kurzem in Lamahausen lebt. Und dann gibt es ja auch noch Mia – die Berner Sennenhündin ist zwar schon ziemlich groß, aber immer noch ein verspielter Welpe.

Huhn im Haus

Nachdem sie über den Paddock gegangen sind, kommen sie zu einem Tiergehege, in dem eine Herde Ziegen lebt. Der Ziegenbock Harry steht am Zaun und meckert. „Immer diese Schafe, seid ihr schon wieder ausgebüchst? Husch husch, zu eurer Herde! Ungehörig, einfach so hier an meinem Gehege rumzulaufen.“

Harri

Schnell gehen Lamberta und Lambert weiter, bis sie auf eine sehr alte Ziege treffen, die  außerhalb des Geheges steht. Sie frisst eine wohlriechende… „Pampe?“, fragen sich die zwei Schafe verdutzt, als sie in die Schüssel schauen. „Moin“, sagt die Ziege, „ich bin Rosita.“ „Guten Tag“, erwidert Lamberta, „sag mal, was frisst du denn da?“ „Das sind Heucobs. Ich habe nämlich fast gar keine Zähne mehr, aber die Menschen sind so freundlich und bringen mir immer eine Extramahlzeit. Dafür habe ich ihnen, als mir mal ein Zahn ausgefallen ist, diesen geschenkt. Die Menschen machen immer Führungen über unser Gelände und die Kinder sind ganz begeistert von meinem Zahn“, sagt sie stolz.

Lambert und Lamberta gehen weiter. „Ob es hier auch Schafe gibt?“, fragt sich Lamberta. „BESUCHER!!!“, ruft es plötzlich aus einem Gebüsch und Lambert und Lamberta sind von mindestens zehn Hühnern umzingelt. „Haben sie Kekse???“, ruft eine Henne. „Oder Brötchen??“, eine Andere. „Nein, diese beiden haben nichts dabei“, grölt eine weitere Henne und genau so schnell wie sie da waren, gehen die Hühner auch wieder ihrer Wege. Die meisten legen sich wieder in ein Gebüsch, andere machen ein Sandbad in einem der Sandlöcher und bleiben danach mit ausgebreiteten Flügeln liegen.

Hühner

„Entschuldigung“, sagt Lamberta verlegen zu einem vorbeigehenden Huhn. „Leben auf diesem Hof auch Schafe?“ „Schafe? Natürlich! Kommt mit, ich bringe euch hin. Ihr müsst wissen, wir Hühner kennen jedes Tier hier auf dem Hof, denn wir laufen über das ganze Farmgelände und dürfen überall hin.“ „Überall? Auch in die Häuser?“, fragt Lambert. „Ja natürlich“, sagt die kleine weiße Henne. „Meine Freundinnen trauen sich zwar nicht. Aber ich, ich mache fast täglich einen Kontrollgang durch das Kindercafe. Manchmal liegen dort nämlich Tüten mit Brot, die uns liebe Besucher bringen.“ „Und die Menschen erlauben das?“ „Ach, die Menschen“, schmunzelt die kleine Henne, „die finden meist nur einen Klecks von mir. Weil sie immer so schrecklich viel zu tun haben, merken sie gar nicht, wenn ich die Futterspenden kontrolliere.“

Melita

„Da sind sie!“, ruft Lamberta freudig und läuft los. Auf einer hügeligen Weide hat sie sieben Schafe entdeckt. „Das sind Leo und Leonie, Daniel, Polly, Vita, Betty und Tiffi“, stellt die Henne die Schafe vor. „Und ich heiße übrigens Melita.“ Lambert und Lamberta bedanken sich herzlich und wenden sich der Herde zu. Neugierig werden sie betrachtet und ausgefragt. Denn es kommt schließlich nicht ständig ein Schaf auf Wanderschaft vorbei. So erzählen die Reisenden ihren Artgenossen von den verschiedenen Höfen und was sie dort schon alles erlebt haben.

Und auch die Schafe der Stadtteilfarm erzählen von ihrer Arbeit mit den Kindern, die sie oft besuchen, von wunderbaren Bürstenmassagen und Ausflügen zur Apfelwiese. Sie sind glücklich mit dem Leben, das sie hier führen.

Als Lamberta so inmitten der Schafherde steht, bekommt sie doch ein bisschen Heimweh nach ihrer Herde in Lamahausen. Sie und Lambert waren ja auch eine ganze Weile unterwegs – als sie sich kennengelernt haben, hat es noch geschneit und jetzt ist der Sommer schon auf seinem Höhepunkt angelangt. Also schlägt Lamberta ihrem Freund vor: „Wir waren ja jetzt auf allen Begegnungshöfen, die es bisher gibt im Bündnis Mensch & Tier. Was hältst du davon, wenn wir jetzt so langsam wieder aufbrechen und zurück zu meiner Herde wandern? Ich bin ganz neugierig, was dort alles passiert ist, seit wir in die weite Welt gezogen sind, und ich vermisse meine Freunde dort auch ein bisschen. Außerdem habe ich gehört, dass es in Lamahausen bald ein großes Fest gibt, wollen wir dort nicht auch mitfeiern?“ Lambert ist einverstanden und so machen sich die beiden kleinen Schafe aus dem Norden wieder auf den Weg in die Rhön – nicht, ohne sich von allen Menschen und Tieren auf der Stadtteilfarm herzlich zu verabschieden.

Sommer in Ostfriesland

Aus dem tiefsten Bayern sind Lambert und Lamberta nach einem langen langen Marsch in Ostfriesland gelandet. Puh, hier weht ja direkt mal ein Wind, wie angenehm kühl bei dem heißen Sommerwetter! Nun sitzen die beiden erstmal völlig ermattet im Stroh und ruhen sich aus. Es ist noch arg früh am Morgen und auf TOMTEs HOF schläft noch alles.

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Lamberta erzählt: „Wir wollten als nächstes zu Tomtes Hof, denn dort in der Nähe ist ja Lambert geboren. Er war schon ganz aufgeregt, alles roch nach Heimat, das Meer, der weiter Himmel und dieses wunderbare Wolkenspiel am Himmel. Ich wusste ja nicht, was er meinte, alles platt hier und keine Berge in Sicht.“

Lamberta nimmt einen Happen Heu und kaut genüsslich. Lambert fragt sie: „Ach Lamberta, schmeckt das Heu hier nicht wunderbar? Das haben die Leute hier selber gemacht, hat mir gerade die Ziege Alma erzählt. Auf dem Marschboden direkt am Meer wächst besonders gehaltvolles Gras. Lecker, oder?!“

Langsam erwacht das Leben auf dem ostfriesischen Gulfhof – so heißen die alten Höfe in Ostfriesland –, die Hähne beginnen zu krähen, die Ziegen recken und strecken sich und die Katzen kommen angeschlichen: „Bald kommen die Menschen und dann gibt es was zu fressen“, verraten sie. Da sind wir mal gespannt und huch, da kommt ein Hund angesaust. „Das ist Speedy“, erklären die Katzen. Ina und Speedy sind die Hofhunde und furchtbar nett. Mit ihnen tauchen Juliane, die Hofchefin, Sina, die Sozialpädagogin, Daniela und Timo, die Azubis und Greta, die FÖJLerin auf. Hui, viele Menschen sind das hier! Und sie verraten, dass gleich noch fünf weitere Erwachsene dazukommen, die hier eine Eingliederungsmaßnahme machen. Ivo, der kecke Kater, erklärt: „Das sind Menschen, die eine geschützten Rahmen brauchen, um sich wieder ans Arbeiten und an das Zusammensein mit anderen Menschen zu gewöhnen. Und die Mitarbeiter und Tiere hier auf dem Hof helfen ihnen dabei, wieder auf die Füsse zu kommen, Selbstvertrauen zu entwickeln, sich zu entfalten und zu stärken.“ „Coole Sache“, meint Lambert.

Die ganzen Menschen füttern jetzt die Hoftiere und misten ihre Ställe aus. Lambert und Lamberta lernen die Kaninchen kennen, die Hühner, die Ziegen, die Schafe, die Pferde und die Esel. Die Wollschweine dürfen die beiden sogar mitbürsten: „Das sind vielleicht große Tiere und sie haben auch Fell! Sie heißt doch tatsächlich Wolle, ist aber lange nicht so flauschig wie unsere Wolle. Die Bürste mussten wir zu zweit halten, die war so groß. Aber Fredrike hat es sehr genossen und ganz laut gestöhnt.“

Dann sind die beiden erstmal erschlagen und lassen es sich in der herrlichen Sonne mit Nordseebrise gut gehen: Marsch-Gras knabbern und in Ruhe käuen und dösen lässt es sich mit Tomtes Schafen ganz wunderbar. Da fällt Lamberta ein: „Sag mal, Lambert, warum heißt der Hof eigentlich Tomtes Hof? Hast Du schon jemanden mit dem Namen Tomte gesehen?“ Aber Lambert ist schon eingeschlafen…

Klettern mit Peppermint Patty

Jetzt sind Lambert und Lamberta aber auch sehr gespannt auf die Lamas vom Kaindlhof, von denen sie schon gehört haben. Also trauen sie sich durch den großen Stall direkt auf die Lamaweide. Dort werden sie schon von den Lamas erwartet. Neugierig kommen alle angerannt und beschnuppern die beiden. Die Schäfchen mögen Lamas, denn sie sind, obwohl sie so groß und auch neugierig sind, sehr vorsichtig und halten gerne erstmal Distanz zu unbekannten Sachen. So haben beide Seiten ausgiebig Zeit, sich anzuschauen, bevor der erste Kontakt stattfindet. Amy ist die Chefin in der Stutenherde und gemeinsam mit ihrer Tochter Holly natürlich auch die Erste, die Lambert und Lamberta in Augenschein nehmen. Als sich die vier ausgiebig beschnuppert haben, widmen sich alle schnell wieder dem frischen Gras.

Im Gehege nebenan leben die fünf Ziegen des Kaindlhofes. Lambert und Lamberta verstehen sich sofort sehr gut mit der kleinen Zwergziege Peppermint Patty, immerhin sind sie fast gleich groß. Auch Leitziege Lotta kommt neugierig näher und schon bald klettern Schafe und Ziegen gemeinsam auf dem Spielplatz der Ziegen umher. Das macht Spaß und Lambert und Lamberta werden richtig übermütig und versuchen die Kapriolen der Ziegen nachzumachen. Ganz so geschickt und kletterfreudig sind sie dann aber doch nicht, also sitzen sie bald gemütlich auf dem Holzwagen und lassen sich die frischen Äste schmecken. Gemeinsam lassen sie so den Tag ausklingen, Lambert und Lamberta müssen ja schon bald wieder los zum nächsten Hof.

Beim Rausgehen entdecken sie noch das Begegnungshofschild an der Stallwand und nach einem gemeinsamen Foto geht die Reise weiter. Nächste Station: Tomtes Hof!

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Mit Humbold auf Entdeckungsreise

Die beiden reiselustigen Schafe sind nach der kurzen Pause wieder gestärkt und jetzt ganz neugierig, was es in Worpswede alles zu entdecken gibt. Lambert erzählt von ihrer Begegnung mit anderen Tieren:

„In den großen Bäumen redeten viele Vögel vom Kinderfüttern oder sangen, dazwischen riefen die Esel – zum Glück kennen wir das schon, man kann sich von dem Geräusch ganz schön erschrecken. Ein recht netter Hund, ich glaube, er hieß Unhold oder Humbold oder Kobold, bot sich an, uns herum zu führen. Lamberta wollte unbedingt schaukeln, mir war es eigentlich unheimlich so nah am Teich. Ich mag Wasser nur zum Trinken. Die Hühner hatten kaum Zeit uns zu begrüßen, sie sind überall unterwegs, anscheinend gibt es im Moment sehr leckere Insekten (nichts für mich)… Die Esel waren auch frei unterwegs und sehr freundlich zu uns, sie kennen sich mit Schafen gut aus. Humbold hat uns dann die Meerschweinchen und Kaninchen gezeigt, die hatten wenigstens Futter, das wir auch mögen!

Dann hat er uns noch mit zu der Glucke geschleppt, damit wir die Küken ansehen. Ich wäre lieber gleich zu den Schafen auf die Weide gegangen, aber ich glaube, Humbold mag die Küken sehr gern, da waren wir ein guter Vorwand, um mal wieder dort vorbeizuschauen. Danach hatte ich auch richtig Hunger auf Gras und freute mich, als wir endlich zur Schafweide gingen. Aber oh! Ich nahm drei Bissen und dann ließ ich es erst einmal. Meine Güte, das Gras schmeckt hier im Moor, so nennen sie diese Gegend hier, gar nicht so gut wie zum Beispiel bei Elisabeth im Alpenvorland. Aber das habe ich den Schafen nicht gesagt, das würde sie ja nur traurig machen. Naja, und wenn man sehr hungrig ist… nach einiger Zeit gewöhnt man sich auch an dieses Gras. Aber die elf Schafe, die sind eine sehr lustige Gruppe und selbst Lamberta und ich, die wir doch schon erwachsen sind, haben am Abend mitgespielt. Die Schafe haben gefragt, ob wir mit zum Berg kommen zum rauf- und runterrennen. Ich dachte an einen richtigen Berg und musste lachen, als ich den kleinen Hügel sah, der hier im Flachland ein Berg ist! Aber das Spiel hat Spaß gemacht. Sie haben hier eine kleine alte dicke Ziege, die eine echte Stimmungskanone ist. Diese Ida steckt alle an, so dass am Ende nicht nur die Lämmer, sondern alle Schaf und Ziegen hinauf und herunter rennen und Sprünge machen. Jolene, das älteste Schaf, hat uns alle vorgestellt und ich muss schon sagen: es gibt ein paar sehr hübsche Mädchen hier, zum Beispiel das kleine Fräulein Drachenzahn oder die schwarze Ricola. Mit Lamberta können sie natürlich trotzdem nicht mithalten! Lamberta allerdings findet leider auch Cedric und Campino sehr nett und cool. Die beiden sind sehr stolz auf ihre Mutter Carla Columna, von der es heißt, sie sei einmal ganz allein in Bremen spazieren gegangen. Alle Schafe kennen sich beinahe so gut wie wir aus mit der Welt, weil sie oft mit ihrem Hänger ausfahren. Davon erzählen sie gern und geben auch ein wenig an. Aber ansonsten gefällt es uns beiden sehr gut in ihrer Herde.“

Lamberta ergänzt: „Wir haben dann auch bei den Schafen übernachtet und haben uns wirklich wohl gefühlt, mal wieder in einer richtigen Schafherde zu sein. Am nächsten Tag gab es dann ‚Arbeit‘, wie die Schafe sagen: Beinahe eine ganze Herde Frauen kam auf die Weide und dann haben sie sich auf etwas Buntes gelegt, einige hatten die Augen zu. Das war ein bisschen doof, denn im Liegen können Menschen nicht so gut Schafe kraulen. Aber ganz gemütlich war es doch. Ganz prima war es aber, als noch einen Tag später Kinder zu uns kamen – die konnten uns sehr gut kratzen und kuscheln!“

Von Ziegen, Eseln und Schweinen

Endlich ist es so weit und Lamberta und Lambert können auch die anderen Tiere auf dem Glöckner-Hof kennenlernen. Das erste Tier, auf das sie treffen, ist die Ziege Trude, die die beiden erst einmal gründlich beschnuppert, bevor sie ein bisschen mit ihnen kuschelt. Sie stellt ihnen auch ihre Ziegenfreunde Bärli und Bilbo vor. Bärli ist zwar ein bisschen scheu und traut sich nicht, den fremden Besuchern so nahe zu kommen, wie Trude das tut, aber trotzdem ist sie sehr neugierig, was Lambert und Lamberta aus der großen weiten Welt zu erzählen haben.


Angelockt von dem Trubel kommen auch Filou und Pippin, die beiden Eselwallache, hinzu. Filou hatte gehofft, es gäbe etwas Leckeres zu fressen und ist ein bisschen enttäuscht, dass nur zwei kleine Schafe ohne Karotten oder andere Leckerli am Zaun stehen. Doch Pippin interessiert sich für die beiden Besucher: „Oh, ich wusste gar nicht, dass es hier so kleine Schafe wie euch gibt! Seid ihr neu hier?“ Lamberta erklärt: „Wir wohnen nicht hier, wir machen eine Reise! Wir besuchen Begegnungshöfe und wollen andere Tiere und Menschen kennenlernen. Gibt es hier etwa auch Schafe?“ „Ja, sie wohnen auf der Weide dort drüben. Aber schau, hier sind noch ein paar andere Tiere, die euch kennenlernen wollen!“ In diesem Augenblick kommt schon ein neugieriges Schwein auf Lamberta zu und schnüffelt eindringlich an ihr. Lambert, der doch etwas ängstlicher ist als seine Freundin, hält sich erst einmal hinter dem Zaun versteckt und beobachtet die Lage, doch das Schwein scheint ganz nett und harmlos zu sein. Es stellt sich vor: „Hallo, ich bin Trüffel, das hier ist meine Freundin Rosali, und wer bist du?“ Trüffel zeigt auf das etwas dunklere Schwein neben sich, die Lamberta freundlich anlächelt. Lamberta lächelt zurück und stellt sich und Lambert vor. Rosali ist ein ganz kuscheliges Schwein und lässt sich gleich auf die Seite fallen, damit Lamberta ihren Bauch streicheln kann. Die beiden verstehen sich richtig gut und kuscheln noch ein Weilchen miteinander, bevor Lamberta sich von Rosali und Trüffel verabschiedet: Sie möchte doch unbedingt noch die Schafe auf dem Hof kennenlernen.

Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise

Seit Lambert in Lamahausen angekommen ist, ist schon etwas Zeit vergangen. Eigentlich wollte er gar nicht so lange an einem Ort bleiben, doch nachdem er Lamberta kennengelernt hat, konnte er sich nicht vorstellen, jemals an einem anderen Ort als sie zu sein. Zu seinem großen Glück hat Lamberta eingewilligt, mit ihm auf Reisen zu gehen! Jetzt, nachdem er Bekanntschaft mit den Tieren von Lamahausen gemacht hat, möchte Lambert gerne weiterziehen und Neues entdecken. Und auch Lamberta fühlt sich frühlingshaft abenteuerlustig. Also heißt es Abschied nehmen von den Menschen und den Tieren.

Die beiden kleinen Schafe machen einen großen Rundgang über den ganzen Hof: Sie fangen an bei den Lamas und Eseln auf der großen Weide. Leo Löwenherz reibt seine Nase freundschaftlich an Lamberta und bedenkt Lambert noch einmal mit einem strengen Blick: „Dass du sie mir ja wohlbehalten wieder zurückbringst!“

Weiter geht es mit den Ziegen. Lamberta schmiegt sich noch einmal an Merlin und Fidelma, die kleinen Zicklein, die gar nicht mehr so klein sind und schon fröhlich draußen herumspringen. Sicherlich werden sie schon richtig groß geworden sein, wenn Lamberta wieder zurück nach Lamahausen kommt!

Auch von den Alpakas verabschieden die beiden sich. Diego ist ein bisschen traurig, dass seine gute Freundin Lamberta nun für eine Weile nicht mehr in seiner Nähe ist, doch Lamberta tröstet ihn: „Jetzt wird es Sommer, und im Sommer passiert immer so viel in Lamahausen! Bestimmt erlebst du auch ganz viele spannende Dinge, und wenn ich wiederkomme, können wir uns gegenseitig von unseren Erlebnissen erzählen.“

Die Schweine Rudi, Toni und Frederik sind ebenfalls schon ganz gespannt, was Lambert und Lamberta zu berichten haben, wenn sie von ihrer Reise zurückkehren. Die Kaninchen sind entspannter: „So leckere Löwenzahnblätter wie hier gibt es bestimmt nirgendwo sonst.“ Und Hahn Fridolin kräht: „Haltet Ausschau, ob ihr einen Hahn trefft, der einen schöneren Weckruf hat als ich. Ich wette, das kann niemand!“

Die Menschen auf dem Hof streicheln Lamberta und Lambert noch einmal liebevoll zum Abschied. Mit ihnen verabschiedet sich auch das kleine Hunderudel. Josie wedelt aufgeregt mit dem Schwanz und ist hin- und hergerissen: „Das ist ja ganz schön spannend, was ihr zwei vorhabt. Ich würde auch gerne mitkommen und neue Leute kennenlernen. Aber ich würde mein Frauchen viel zu sehr vermissen!“

Den schwersten Abschied hat Lamberta sich bis zum Schluss aufgespart. Sie verabschiedet sich von ihrer Schafherde und verdrückt dabei ein kleines Tränchen. Doch die alte Ludmilla tröstet sie: „Das ist eine einmalige Chance, die du hier nutzt. Und du kommst ja wieder hierher zurück. Wir werden deine Reise am Computer verfolgen und uns mit dir freuen über alle schönen Dinge, die du erlebst. Und jetzt los, genießt eure Reise!“

So machen sich Lambert und Lamberta auf den Weg. Hofkatze Junia begleitet sie noch bis an den Waldrand, danach sind die beiden Schafe auf sich gestellt. Sie sind gespannt, was sie erleben werden!

Osterüberraschung

Kurz vor Ostern gab es eine ganz besondere Überraschung in Lamahausen: Die Ziegen Lillifee und Ferdinand sind Eltern von zwei entzückenden Ziegenkindern geworden, Merlin und Fidelma. Natürlich haben Lambert und Lamberta die beiden gleich besucht, zusammen mit der Menschin, die diesen Blog für sie schreibt. Während Merlin sich gleich von den Besuchern in ihrem Stall streicheln lässt, ist Fidelma noch neugierig unterwegs und muss erst einmal probieren, ob man Schnürsenkel fressen kann, bevor auch sie sich das Köpfchen kraulen lässt. Ihre Mama Lillifee ist schon 11 Jahre alt, was beachtlich für eine Ziege ist (sagt Lamberta, und die weiß solche Dinge), und sie geht toll mit ihrem Nachwuchs um.

Die Tiere von Lamahausen