Schafe im Zeltlager

Als Lamberta und Lambert nach einer weiten Wanderung in der sommerlichen Hitze wieder in Lamahausen ankommen, wundern sie sich: Im Hof und auf der Wiese stehen lauter Zelte. „Hallo Gina, was ist denn hier los?“, fragt Lamberta die kleine wuschelige Hundedame, die über den Hof spaziert. „Ach, es ist wieder Zeltlager-Wochenende. Ganz schön viel Action, dieses Jahr sind 21 Kinder hier.“ Lambert schaut sich irritiert um. „Aber wo sind sie denn? Die Zelte sehe ich, aber keine Kinder weit und breit. Und auch die Lamas und Esel und Ziegen sind gar nicht auf ihrer Weide wie sonst.“

Gina zeigt in Richtung Wald und erklärt: „Es ist sooo warm hier, deswegen gibt es dieses Jahr ganz viel Programm im Abenteuerwald. Da ist es schattig, das gefällt den Kindern. Und vielen Tieren auch! Deswegen sind sie auch dabei.“ Lamberta und Lambert beschließen, gleich einmal nachzusehen, was wohl im Wald passiert. Sie laufen noch den Feldweg hinauf, als sie schon lautes Rufen, Lachen und ein weiteres Geräusch hören, das sie nicht ganz einordnen können. Etwas fällt, oder platscht – was kann das nur sein? Im Wald angekommen, finden sie es heraus: Da steht noch eine Schale voll mit Wasserbomben, mit denen sich die Kinder bereits bewerfen. Bevor Lamberta auch getroffen wird, geht sie aber lieber ein Stück weiter, wo die Ziegen genüsslich an den Brombeersträuchern knabbern. Merlin und Fidelma sind auch dabei – die beiden Jungtiere sind ganz schön groß geworden!

Als alle Wasserbomben geworfen sind, begleiten die zwei kleinen Schafe die Kinder wieder zurück auf den Hof. Nach dem Essen gibt es lauter spannende Workshops, die sich auch Lambert und Lamberta interessiert ansehen: Eine Gruppe macht riesengroße Seifenblasen, andere Kinder malen eine wunderschöne Zeltlagerflagge, einige knüpfen Freundschaftsarmbänder und wieder andere filzen oder spinnen mit Alpakawolle. Und natürlich verbringen die Kinder Zeit mit den Tieren auf dem Hof, auch wenn sich das Schwein Frederik bei diesem Wetter lieber entspannt in seinem Schlammbad suhlt…

Lambert und Lamberta finden es besonders spannend, die Tiere kennenzulernen, die noch nicht da waren, als sie ihre Reise im April angetreten haben. Ein Hund ist gerade zu Besuch hier – August gehört einer Teamerin, die sich zur Zeit zur Fachkraft für tiergestützte Pädagogik ausbilden lässt. Gerade, als Lambert sich ihm vorstellt, hört er es leise maunzen: Das ist Linus, ein kleiner Kater, der mit seiner neugierigen Schwester Lucie seit kurzem in Lamahausen lebt. Und dann gibt es ja auch noch Mia – die Berner Sennenhündin ist zwar schon ziemlich groß, aber immer noch ein verspielter Welpe.

Die Senioren auf der Farm

Auf ihrer Entdeckungstour über die Stadtteilfarm kommen Lamberta und Lambert zu einem Gehege mit wunderbarem Schatten. Wer hier wohl wohnt?

„Grunz, grunz!“ Ein großer Körper regt sich schwerfällig aus dem Schatten und fragt verdutzt: „Wer seid denn ihr?“ „Wir sind Lambert und Lamberta, wir sind Reisende und besuchen die Begegnungshöfe.“ „Ach ja, diese Sache mit den Begegnungshöfen. Ich weiß noch, wie das vor zehn Jahren alles angefangen hat! Endlich stellt sich jemand mal persönlich vor. Du musst wissen, mein Bruder Ratz und ich, wir leben schon hier, seit wir kleine Ferkel waren.“

Aus dem hinteren Teil des Geheges hört man eine tiefe Stimme brummen: „Naja, das ist aber auch schon ein bisschen her, meinst du nicht, Rübe? Wir sind nämlich schon elf Jahre alt.“ „Waaas? Ach, deswegen seid ihr schon so grau. Ihr seid ja richtige Senioren!“

Auch Lambert staunt: Elf Jahre? Das ist für Schweine und Schafe schon ein beträchtliches Alter. „Und“, fragt Lamberta, „wie geht es euch denn hier? Eure Weide am Eingang des Hofs ist ja ganz verdorrt. Kümmern sich die Menschen denn überhaupt gut um euch?“

„Uns geht es gut“, grunzt Rübe, „wir haben unsere Suhle. Durch die bleibt unsere kleine Wiese immer grün und saftig. Das mögen wir sehr. Und auch die Gänse schlüpfen jeden Tag durch unseren Zaun und quatschen mit uns.“

Lambert und Lamberta schauen sich weiter um. Neben den Schweinen wohnen drei Alpakas. Neugierig kommen sie an den Zaun. Chico, der Mutigste der Alpakas, begrüßt Lambert mit einem Nasenkuss, eine freundschaftliche Geste bei diesen Tieren. „Wie macht ihr das hier bei dieser Hitze?“, fragt Lamberta die drei. „Es ist schlimm dieses Jahr“, sagt Flynn, der Kleinste, aber Älteste der Alpakas, „es will einfach nicht regnen. Aber die Menschen geben uns gutes Heu und gehen mit uns zu den schattigen Plätzen auf der Farm, wo es noch ganz viel leckeres, saftiges Gras gibt.“

Zwei Esel stecken ihre Köpfe durch den Zaun. „Wer seid denn ihr?“, wollen die beiden Schafe wissen. „Wir sind Hildchen und Camillo, die Esel von der Stadtteilfarm.“ Die Esel zeigen den beiden Schafen ihren Stall und ihr Außengelände. „Wir können jederzeit rein und raus. So einen Luxus hat nicht jeder Vierbeiner!“

Esel

Die beiden Esel stellen Lambert und Lamberta auch noch die Ponys der Farm vor. „Troy ist erst seit einem Jahr hier. Aber er macht sich ganz gut,“ sagt Camillo. „Ich bin sozusagen sein Ausbilder und er ist mein Auszubildender.“ „Nanana“, brummelt eine Stimme aus dem Hintergrund, „Camillo, sollst du immer so flunkern?“

Erst jetzt bemerken die kleinen Schafe das Pony in einem kleinen Unterstand. „Warum sieht er uns nicht an?“, flüstert Lamberta Hildchen, der Eseldame, zu. „Er ist blind, aber er ist schon seit Anfang an hier.“. „Seit dem Anfang?!“, wiederholt Lamberta laut. „Genau“, brummelt das Pony, „1991 bin ich hier eingezogen. Das sind jetzt schon 27 Jahre, ich kenne mich hier aus.“

„Wow, so lange lebst du schon hier? Dann kennst du ja alle Menschen und Tiere!“ „Das kann man wohl sagen und hier auf der Farm, da arbeiten die unterschiedlichsten Menschen. Manche sind schon alte Freunde und wir kennen uns schon Jahre, wieder andere kommen und gehen. Das sind Freiwillige, Praktikanten und auch Menschen, die es in der Arbeitswelt zuvor nicht so einfach hatten.“ „Ach“, fragt Lambert, „sind denn hier nur Erwachsene?“ „Nein, nein“, antworten die Esel im Chor. „Hier gibt es viele, viele Kinder! Von ganz klein bis gaanz groß! Die machen oft Spaziergänge mit uns oder geben uns eine fantastische Bürstenmassage. Aber die Erwachsenen sind immer dabei und passen auf uns auf.“

Ein Pferd am See

 

Schlammbaden mit den Minischweinen

Der nächste Tag beginnt mit strahlend blauem Himmel. Gerade als es hell wird, sehen Lambert und Lamberta oben auf der Weide beim Wald zwei braune Vierbeiner rennen. Was sind das wohl für Tiere? Sie scheinen nicht hier zu wohnen. Doch die Schafe der Herde hier kennen sie: „Das sind Füchse, sie tollen oft früh morgens hier herum! Sie fühlen sich auf dem Hof hier vielleicht genauso wohl wie wir.“ Auch ein Reh grast friedlich am anderen Ende der Weide. Das ist neu für Lambert, der noch nie erlebt hat, dass Wald- und Hoftiere sich eine Wiese teilen.

Später am Morgen spazieren zwei Mädchen über den Häuslemaierhof. Sie machen hier Urlaub mit ihren Eltern und haben immer wieder Freude daran, die Minischweine Elvis, Rose und Fine zu beobachten. Heute schüttet der Bauer den Schweinen Wasser in eine Kuhle und die drei legen sich sofort hinein. Sie drehen und wenden sich, bis sie aussehen wie Wildschweine. Dann legen sie sich genüsslich in die Sonne und dösen. Bauer Martin erklärt, dass die Schweine das Schlammbad zur Kühlung und als Schutz vor Insekten und der Sonne brauchen. Das finden die Mädchen lustig: „Vielleicht sollten wir uns auch in den Matsch legen, dann brauchen wir keine Sonnencreme!“

Lambert und Lamberta 2 029

Am Nachmittag kommen elf Kinder eines Jahreskurses auf den Hof. Lambert und Lamberta lauschen mit den Kindern der Geschichte von den „Zwibbelchen“, die Ähnlichkeiten mit Zwergen haben und in Wald und Flur den Pflanzen und Tieren zur Seite stehen. Im Anschluss bauen die Kinder am Waldrand kleine Hütten für die Zwibbelchen. Dabei tun sie gleich noch etwas Gutes für die Menschen und Tiere hier, haben sie doch auf dem Waldboden Glasscherben und eine Zigarettenkippe gefunden und aufgesammelt, damit sich niemand daran verletzen kann.

Beim munteren Hüttenbauen schaut mal das Pony Max, mal der Kater Schnurr vorbei. Hündin Ayla hat immer wieder Lambert und Lamberta im Blick, sie riechen so anders als der Hammel Lambert vom Hof! Bei der Wald- und Wiesenaktion entdecken die Kinder hier einen schönen Schmetterling, dort eine Ameisenstraße, ein leeres Schneckenhaus, es gibt dauernd etwas Neues anzuschauen. Lambert und Lamberta sehen sich gemeinsam mit den Kindern im Wald um und sind begeistert von der Vielfalt der schönen kleinen Dinge dort.

Sommer in Ostfriesland

Aus dem tiefsten Bayern sind Lambert und Lamberta nach einem langen langen Marsch in Ostfriesland gelandet. Puh, hier weht ja direkt mal ein Wind, wie angenehm kühl bei dem heißen Sommerwetter! Nun sitzen die beiden erstmal völlig ermattet im Stroh und ruhen sich aus. Es ist noch arg früh am Morgen und auf TOMTEs HOF schläft noch alles.

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Lamberta erzählt: „Wir wollten als nächstes zu Tomtes Hof, denn dort in der Nähe ist ja Lambert geboren. Er war schon ganz aufgeregt, alles roch nach Heimat, das Meer, der weiter Himmel und dieses wunderbare Wolkenspiel am Himmel. Ich wusste ja nicht, was er meinte, alles platt hier und keine Berge in Sicht.“

Lamberta nimmt einen Happen Heu und kaut genüsslich. Lambert fragt sie: „Ach Lamberta, schmeckt das Heu hier nicht wunderbar? Das haben die Leute hier selber gemacht, hat mir gerade die Ziege Alma erzählt. Auf dem Marschboden direkt am Meer wächst besonders gehaltvolles Gras. Lecker, oder?!“

Langsam erwacht das Leben auf dem ostfriesischen Gulfhof – so heißen die alten Höfe in Ostfriesland –, die Hähne beginnen zu krähen, die Ziegen recken und strecken sich und die Katzen kommen angeschlichen: „Bald kommen die Menschen und dann gibt es was zu fressen“, verraten sie. Da sind wir mal gespannt und huch, da kommt ein Hund angesaust. „Das ist Speedy“, erklären die Katzen. Ina und Speedy sind die Hofhunde und furchtbar nett. Mit ihnen tauchen Juliane, die Hofchefin, Sina, die Sozialpädagogin, Daniela und Timo, die Azubis und Greta, die FÖJLerin auf. Hui, viele Menschen sind das hier! Und sie verraten, dass gleich noch fünf weitere Erwachsene dazukommen, die hier eine Eingliederungsmaßnahme machen. Ivo, der kecke Kater, erklärt: „Das sind Menschen, die eine geschützten Rahmen brauchen, um sich wieder ans Arbeiten und an das Zusammensein mit anderen Menschen zu gewöhnen. Und die Mitarbeiter und Tiere hier auf dem Hof helfen ihnen dabei, wieder auf die Füsse zu kommen, Selbstvertrauen zu entwickeln, sich zu entfalten und zu stärken.“ „Coole Sache“, meint Lambert.

Die ganzen Menschen füttern jetzt die Hoftiere und misten ihre Ställe aus. Lambert und Lamberta lernen die Kaninchen kennen, die Hühner, die Ziegen, die Schafe, die Pferde und die Esel. Die Wollschweine dürfen die beiden sogar mitbürsten: „Das sind vielleicht große Tiere und sie haben auch Fell! Sie heißt doch tatsächlich Wolle, ist aber lange nicht so flauschig wie unsere Wolle. Die Bürste mussten wir zu zweit halten, die war so groß. Aber Fredrike hat es sehr genossen und ganz laut gestöhnt.“

Dann sind die beiden erstmal erschlagen und lassen es sich in der herrlichen Sonne mit Nordseebrise gut gehen: Marsch-Gras knabbern und in Ruhe käuen und dösen lässt es sich mit Tomtes Schafen ganz wunderbar. Da fällt Lamberta ein: „Sag mal, Lambert, warum heißt der Hof eigentlich Tomtes Hof? Hast Du schon jemanden mit dem Namen Tomte gesehen?“ Aber Lambert ist schon eingeschlafen…

Von Ziegen, Eseln und Schweinen

Endlich ist es so weit und Lamberta und Lambert können auch die anderen Tiere auf dem Glöckner-Hof kennenlernen. Das erste Tier, auf das sie treffen, ist die Ziege Trude, die die beiden erst einmal gründlich beschnuppert, bevor sie ein bisschen mit ihnen kuschelt. Sie stellt ihnen auch ihre Ziegenfreunde Bärli und Bilbo vor. Bärli ist zwar ein bisschen scheu und traut sich nicht, den fremden Besuchern so nahe zu kommen, wie Trude das tut, aber trotzdem ist sie sehr neugierig, was Lambert und Lamberta aus der großen weiten Welt zu erzählen haben.


Angelockt von dem Trubel kommen auch Filou und Pippin, die beiden Eselwallache, hinzu. Filou hatte gehofft, es gäbe etwas Leckeres zu fressen und ist ein bisschen enttäuscht, dass nur zwei kleine Schafe ohne Karotten oder andere Leckerli am Zaun stehen. Doch Pippin interessiert sich für die beiden Besucher: „Oh, ich wusste gar nicht, dass es hier so kleine Schafe wie euch gibt! Seid ihr neu hier?“ Lamberta erklärt: „Wir wohnen nicht hier, wir machen eine Reise! Wir besuchen Begegnungshöfe und wollen andere Tiere und Menschen kennenlernen. Gibt es hier etwa auch Schafe?“ „Ja, sie wohnen auf der Weide dort drüben. Aber schau, hier sind noch ein paar andere Tiere, die euch kennenlernen wollen!“ In diesem Augenblick kommt schon ein neugieriges Schwein auf Lamberta zu und schnüffelt eindringlich an ihr. Lambert, der doch etwas ängstlicher ist als seine Freundin, hält sich erst einmal hinter dem Zaun versteckt und beobachtet die Lage, doch das Schwein scheint ganz nett und harmlos zu sein. Es stellt sich vor: „Hallo, ich bin Trüffel, das hier ist meine Freundin Rosali, und wer bist du?“ Trüffel zeigt auf das etwas dunklere Schwein neben sich, die Lamberta freundlich anlächelt. Lamberta lächelt zurück und stellt sich und Lambert vor. Rosali ist ein ganz kuscheliges Schwein und lässt sich gleich auf die Seite fallen, damit Lamberta ihren Bauch streicheln kann. Die beiden verstehen sich richtig gut und kuscheln noch ein Weilchen miteinander, bevor Lamberta sich von Rosali und Trüffel verabschiedet: Sie möchte doch unbedingt noch die Schafe auf dem Hof kennenlernen.

Jeder Abschied ist der Anfang einer Reise

Seit Lambert in Lamahausen angekommen ist, ist schon etwas Zeit vergangen. Eigentlich wollte er gar nicht so lange an einem Ort bleiben, doch nachdem er Lamberta kennengelernt hat, konnte er sich nicht vorstellen, jemals an einem anderen Ort als sie zu sein. Zu seinem großen Glück hat Lamberta eingewilligt, mit ihm auf Reisen zu gehen! Jetzt, nachdem er Bekanntschaft mit den Tieren von Lamahausen gemacht hat, möchte Lambert gerne weiterziehen und Neues entdecken. Und auch Lamberta fühlt sich frühlingshaft abenteuerlustig. Also heißt es Abschied nehmen von den Menschen und den Tieren.

Die beiden kleinen Schafe machen einen großen Rundgang über den ganzen Hof: Sie fangen an bei den Lamas und Eseln auf der großen Weide. Leo Löwenherz reibt seine Nase freundschaftlich an Lamberta und bedenkt Lambert noch einmal mit einem strengen Blick: „Dass du sie mir ja wohlbehalten wieder zurückbringst!“

Weiter geht es mit den Ziegen. Lamberta schmiegt sich noch einmal an Merlin und Fidelma, die kleinen Zicklein, die gar nicht mehr so klein sind und schon fröhlich draußen herumspringen. Sicherlich werden sie schon richtig groß geworden sein, wenn Lamberta wieder zurück nach Lamahausen kommt!

Auch von den Alpakas verabschieden die beiden sich. Diego ist ein bisschen traurig, dass seine gute Freundin Lamberta nun für eine Weile nicht mehr in seiner Nähe ist, doch Lamberta tröstet ihn: „Jetzt wird es Sommer, und im Sommer passiert immer so viel in Lamahausen! Bestimmt erlebst du auch ganz viele spannende Dinge, und wenn ich wiederkomme, können wir uns gegenseitig von unseren Erlebnissen erzählen.“

Die Schweine Rudi, Toni und Frederik sind ebenfalls schon ganz gespannt, was Lambert und Lamberta zu berichten haben, wenn sie von ihrer Reise zurückkehren. Die Kaninchen sind entspannter: „So leckere Löwenzahnblätter wie hier gibt es bestimmt nirgendwo sonst.“ Und Hahn Fridolin kräht: „Haltet Ausschau, ob ihr einen Hahn trefft, der einen schöneren Weckruf hat als ich. Ich wette, das kann niemand!“

Die Menschen auf dem Hof streicheln Lamberta und Lambert noch einmal liebevoll zum Abschied. Mit ihnen verabschiedet sich auch das kleine Hunderudel. Josie wedelt aufgeregt mit dem Schwanz und ist hin- und hergerissen: „Das ist ja ganz schön spannend, was ihr zwei vorhabt. Ich würde auch gerne mitkommen und neue Leute kennenlernen. Aber ich würde mein Frauchen viel zu sehr vermissen!“

Den schwersten Abschied hat Lamberta sich bis zum Schluss aufgespart. Sie verabschiedet sich von ihrer Schafherde und verdrückt dabei ein kleines Tränchen. Doch die alte Ludmilla tröstet sie: „Das ist eine einmalige Chance, die du hier nutzt. Und du kommst ja wieder hierher zurück. Wir werden deine Reise am Computer verfolgen und uns mit dir freuen über alle schönen Dinge, die du erlebst. Und jetzt los, genießt eure Reise!“

So machen sich Lambert und Lamberta auf den Weg. Hofkatze Junia begleitet sie noch bis an den Waldrand, danach sind die beiden Schafe auf sich gestellt. Sie sind gespannt, was sie erleben werden!