Lambert und Lamberta packen mit an

Das Leben ist kein Ponyhof! Dieses Sprichwort haben Lambert und Lamberta auch schon oft gehört, wussten aber nie so richtig, was das wohl bedeutet. Bei ihrem Aufenthalt hier bei Helfende Tiere haben sie gelernt, dass so ein Therapiehof nicht nur richtig viel Spaß macht, sondern auch richtig viel Arbeit bedeutet. Denn nach den Therapiestunden mussten sie noch mit anpacken und beim Rasenmääääähen helfen. Rasenmääääähen? Das kennen die beiden Schafe nicht, wozu auch, das Gras schmeckt doch so wunderbar. Warum eine Maschine benutzen, wenn man doch Zähne hat, um es zu kürzen? Tz tz tz… da verstehe einer die Menschen.

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Naja, aber das ist schon okay, denn alle wollen es ja auch schön haben hier auf dem Begegnungshof und es kann ja nicht jeder so tolle Schafe haben wie Lambert und Lamberta. Aber wer weiß, vielleicht ziehen ja irgendwann doch einmal Schafe hier ein?!

Zwischen den Therapiestunden und am Wochenende helfen auch die Pferde und grasen genüsslich auf der Weide und auf dem Rasen. Da müssen die beiden Schafe aufpassen, dass sie beim Sonnen nicht übersehen werden und ihnen die Öhrchen angeknabbert werden.

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Und auch die KlientInnen helfen fleißig mit, wenn es zum Beispiel darum geht, einen Steinturm zu errichten oder die Kräuterbeete für die Pferde zu wässern.

Kräuterbeete für die Pferde? Ja, da habt ihr richtig gelesen. So etwas gibt es hier tatsächlich. Da dürfen sich Lambert und Lamberta auch den einen oder anderen leckeren Kräuterhalm abknabbern. Kööööstlich!

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Neben den Pferden gibt es hier auch einige Hunde, die in der Therapie mit den kleinen und großen Menschen auf dem Begegnungshof Helfende Tiere arbeiten. Hunde haben Lambert und Lamberta auf den anderen Höfen auch schon kennengelernt und das waren durchweg freundliche Gesellen, also wissen die Schafe, dass sie auch vor Grisu, dem großen, tollpatschigen Golden Retriever keine Angst zu haben brauchen. Grisu lädt die beiden Schafe sogar zu einer Schaukelrunde ein. Dabei wird es Lamberta etwas schwindelig und sie ist froh, als die Schaukel anhält und sie wieder absteigen kann. Aber Lambert hat richtig Spaß und in Grisu einen echten Kumpel gefunden. Der hat immer so schön viel Blödsinn im Kopf!

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Wenn es um ausgiebige Spaziergänge mit den Hunden geht, sind Lambert und Lamberta aber beide wieder mit von der Partie und freuen sich, wenn sie im Galopp mit ihnen laufen dürfen. Huiii, da wehen Ohren und Locken im Wind!

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Aber auch die schönste Zeit geht einmal vorbei und Lambert und Lamberta möchten ja auch noch andere Begegnungshöfe kennenlernen. Also verabschieden sich die beiden herzlich von Mischlingshund Elmo, aber auch allen anderen Zwei- und Vierbeinern.

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Pferdepower

Nun sind die beiden kleinen Schafe Lambert und Lamberta endlich auf dem Begegnungshof „Helfende Tiere“ angekommen! Die zwei- und vierbeinigen Team-Mitglieder von „Helfende Tiere“ hatten sich eigentlich schon eine Woche eher auf die beiden gefreut, aber ein Unwetter mit Blitzeinschlag hatte die Reiseplanung von Lambert und Lamberta ein wenig verändert. Man sollte gar nicht glauben, was so ein Unwetter alles anrichten kann! Da hatten vor allem die Zweibeiner alle Hände voll zu tun, wieder alles in Ordnung zu bringen, so dass die beiden Schafe erst mal zu Besuch auf dem Begegnungshof In der Espe gewesen sind. Was sie da so erlebt haben, konntet ihr ja schon lesen.

Aber nun freuen sich alle, dass Lambert und Lamberta in Ohrensen auf dem Therapiehof von Helfende Tiere angekommen sind. Und es war für die beiden auch gar nicht schwer zu finden, denn direkt am Eingang entdeckten Lambert und Lamberta das Begegnungshof-Schild, das sie schon von anderen Höfen kannten. Und direkt davor ein paar Begrüßungsblumen – ach, wie nett! Hier machten es sich die beiden erst mal gemütlich und ruhten sich von der langen Reise aus.

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Nach einem kleinen Nickerchen gehen Lambert und Lamberta vorsichtig auf Entdeckungstour. Dieser Hof scheint etwas anders als die bisherigen Höfe zu sein. Hier gibt es keine Schafe, aber sechs Pferde und recht viele Menschen – kleine und große. Was die hier wohl machen? Die beiden Schäfchen schauen sich interessiert um.

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Zuerst treffen sie auf ein ganz kleines Pferd: „Hallo, ich bin Charly! Und ihr? Was seid ihr denn für komische Pferde? So eine lockige Mähne habe ich ja noch nie bei einem Pony gesehen.“ Lamberta antwortet: „Wir sind ja auch gar keine Ponys, wir sind Schafe! Und ich bin Lamberta und das dort ist mein Freund Lambert. Wir sind in dieser Woche zu Besuch bei euch. Kannst du uns auf eurem Hof ein wenig herumführen und uns alles zeigen?“

Lambert und Lamberta folgen Charly und lernen auch die anderen Pferde auf dem Hof kennen. Sie schauen dabei zu, wie fleißige Menschen die Pferde striegeln und putzen. Lambert legt sich gleich dazu und genießt es sehr, dass auch sein lockiges Fell etwas gebürstet wird. Da hat sich auf der langen Reise aber auch ganz schön was an Schmutz angesammelt. Natürlich bekommt auch Lamberta eine kleine „Beauty-Kur“. Sie freut sich, dass ihr braunes Fell nun wieder schön glänzt. So fühlen sich die beiden gleich frisch und erholt und setzen ihre Entdeckungsreise fort.

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Charly erzählt den beiden Schafen, dass heute Pferdetraining auf dem Programm steht. „Können wir da zuschauen?“ fragt Lambert. „Oh ja, das würde mich auch interessieren! Vielleicht können wir Schafe dabei ja auch noch etwas lernen?!“ erwidert Lamberta. „Ach, meinetwegen!“ wiehert Charly und nimmt die beiden mit zum Training.

Gut, dass sich die drei schon kennen, denn so meistert Charly die Gelassenheitsübung zusammen mit den beiden Schafen mit Bravour.

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Am Nachmittag kommen viele kleine und größere Menschen auf den Hof. Charly hat erzählt, dass dieser Begegnungshof ein Therapiehof ist. Die Tiere tragen hier dazu bei, dass es den Menschen wieder besser geht und sie üben gemeinsam mit den Tieren Sachen, die sie sonst nicht so gut können. Das finden Lambert und Lamberta toll! Und offenbar haben die Menschen, die hier zur Therapie kommen, viel Spaß dabei, denn sie lachen viel und auch den Pferden geht es dabei offensichtlich gut. Sie sind neugierig und ganz aufmerksam mit ihren kleinen und großen KlientInnen. Lambert und Lamberta dürfen überall mit dabei sein.

Weil es in dieser Woche sehr heiß ist, bekommen die Pferde manchmal sogar eine kühle Dusche nach den Einheiten mit ihren kleinen Klienten. Das tut richtig gut!

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Und neben der Fellpflege darf auch die Hufpflege nicht zu kurz kommen. Das haben Lambert und Lamberta so auch noch nicht gesehen. Da kommt ein Mensch, der sich nur um die Fußpflege der Pferde kümmert, extra zum Hof und bringt solche Dinger, die sie „Hufeisen“ nennen, unter den Füßen der Pferde an! Sowas brauchen die Schafe nicht, aber interessant war es schon, einmal zuzuschauen.

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Vom Blitz getroffen

Eigentlich wollten Lambert und Lamberta als nächstes zum Begegnungshof „Helfende Tiere“ weiterreisen. Der ist nämlich wie der letzte Hof, auf dem sie waren, in Niedersachsen, es wäre also gar keine weite Wanderung gewesen. Doch dann, sie waren schon fast angekommen, haben sie gehört, dass dort beim letzten großen Unwetter der Blitz eingeschlagen hat. Also haben die beiden beschlossen, erst einmal nicht dort zu stören, weil das Team bestimmt alle Energie dafür braucht, alle Unwetterschäden zu beseitigen und die beiden kleinen Schafe dort nur im Weg herumstehen würden. Lamberta wollte zwar gerne mithelfen, aber leider ist sie dafür wohl ein bisschen zu klein. Deshalb haben sich Lambert und Lamberta erst einmal auf den Weg ins Ruhrgebiet gemacht, wo sie auf dem Hof in der Espe mit Lexa, ihren Pferden, Schafen, Hunden und Hühnern bestimmt allerlei erleben können.

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