Funny, das fröhliche Schaf

Lamberta ist ganz neugierig darauf, andere Schafe kennenzulernen. Sie kannte lange nur die Tiere aus ihrer kleinen Herde in Lamahausen, und erst als Lambert hinzukam, wurde ihr klar, dass es ja noch ganz viele andere Schafe auf der Welt geben muss. Deshalb freut sie sich sehr, als Esel Pippin ihr erzählt, dass auf dem Glöckner-Hof ebenfalls eine kleine Schafherde lebt. Schnell klettert sie über das Holzgatter und wird gleich von Betti und Emma in Empfang genommen. Emma ist sehr neugierig und schnuppert ausgiebig an Lambert und Lamberta. „Ihr seid nicht von hier, oder? Ihr riecht nach anderen Schafen, überhaupt nach ganz vielen anderen Tieren!“ Also erzählt Lambert Emma und Betti von ihrer Reise, während Lamberta die anderen Schafe kennenlernt: Momo hat ein dickes, flauschiges Fell, das so dicht ist, dass Lamberta sich zuerst gar nicht sicher war, wo eigentlich sein Kopf ist. Funny hat eine etwas andere Farbe als die anderen Schafe der Herde: Sie ist eine Coburger Fuchsdame, deshalb ist ihr Fell rötlicher als das von Emma, Betti, Momo oder auch Lambert. Außerdem ist Funny ein ganz besonders lebenslustiges Schaf und findet die Reise von Lamberta und Lambert richtig spannend. Lamberta verspricht ihr, mit Grit zu reden, damit die am Computer nachliest, was Lambert und Lamberta auf Reisen erleben, und es dann Funny erzählen kann. Als es an die Verabschiedung geht, findet es Lamberta fast wieder ein bisschen schwierig, sich von den Schafen zu trennen. Doch Emma drückt Lamberta noch einmal und spricht ihr Mut zu, so wie es auch Ludmilla getan hatte, so dass es Lamberta gleich wieder besser geht. Derart gestärkt und guten Mutes machen sich Lambert und Lamberta auf die Weiterreise.

Von Ziegen, Eseln und Schweinen

Endlich ist es so weit und Lamberta und Lambert können auch die anderen Tiere auf dem Glöckner-Hof kennenlernen. Das erste Tier, auf das sie treffen, ist die Ziege Trude, die die beiden erst einmal gründlich beschnuppert, bevor sie ein bisschen mit ihnen kuschelt. Sie stellt ihnen auch ihre Ziegenfreunde Bärli und Bilbo vor. Bärli ist zwar ein bisschen scheu und traut sich nicht, den fremden Besuchern so nahe zu kommen, wie Trude das tut, aber trotzdem ist sie sehr neugierig, was Lambert und Lamberta aus der großen weiten Welt zu erzählen haben.


Angelockt von dem Trubel kommen auch Filou und Pippin, die beiden Eselwallache, hinzu. Filou hatte gehofft, es gäbe etwas Leckeres zu fressen und ist ein bisschen enttäuscht, dass nur zwei kleine Schafe ohne Karotten oder andere Leckerli am Zaun stehen. Doch Pippin interessiert sich für die beiden Besucher: „Oh, ich wusste gar nicht, dass es hier so kleine Schafe wie euch gibt! Seid ihr neu hier?“ Lamberta erklärt: „Wir wohnen nicht hier, wir machen eine Reise! Wir besuchen Begegnungshöfe und wollen andere Tiere und Menschen kennenlernen. Gibt es hier etwa auch Schafe?“ „Ja, sie wohnen auf der Weide dort drüben. Aber schau, hier sind noch ein paar andere Tiere, die euch kennenlernen wollen!“ In diesem Augenblick kommt schon ein neugieriges Schwein auf Lamberta zu und schnüffelt eindringlich an ihr. Lambert, der doch etwas ängstlicher ist als seine Freundin, hält sich erst einmal hinter dem Zaun versteckt und beobachtet die Lage, doch das Schwein scheint ganz nett und harmlos zu sein. Es stellt sich vor: „Hallo, ich bin Trüffel, das hier ist meine Freundin Rosali, und wer bist du?“ Trüffel zeigt auf das etwas dunklere Schwein neben sich, die Lamberta freundlich anlächelt. Lamberta lächelt zurück und stellt sich und Lambert vor. Rosali ist ein ganz kuscheliges Schwein und lässt sich gleich auf die Seite fallen, damit Lamberta ihren Bauch streicheln kann. Die beiden verstehen sich richtig gut und kuscheln noch ein Weilchen miteinander, bevor Lamberta sich von Rosali und Trüffel verabschiedet: Sie möchte doch unbedingt noch die Schafe auf dem Hof kennenlernen.

Lambert und Lamberta entdecken ein Haus für sehr kleine Tiere

Während Lamberta sich noch an den schönen Apfelbaumblüten erfreut, sieht Lambert sich schon einmal weiter um und ruft sie schließlich zu sich. „Schau mal, was ich gefunden habe! Weißt du, was das für ein Haus ist?“

06insektenhotel

Lamberta ist sich auch nicht sicher, was das für ein Ort ist. „Mmh, es sieht schon wie ein Haus aus. Aber nicht für Schafe, oder für Ziegen oder Alpakas. Das ist ja viel zu klein für solche Tiere!“

Während die beiden noch herumrätseln, kommt Grit dazu, die sich mit ihrem Mann Stephan um die Tiere und Pflanzen auf dem Glöckner-Hof kümmert. Sie erklärt den beiden Schafen, dass dieses Haus für noch viel kleinere Tiere gemacht ist: Es ist ein Insektenhotel, in dem sich Insekten niederlassen und wohlfühlen sollen. Jetzt bemerkt Lambert auch, dass es um ihn herum viel mehr summt und schwirrt als an anderen Orten. Er ist ganz beeindruckt von diesem Haus für kleine Tiere. Lamberta hingegen fragt: „Aber gibt es hier denn auch noch andere Tiere? Vielleicht sogar Schafe?“ Als Grit bejaht, freut sich Lamberta sehr und möchte sie gleich besuchen gehen. Doch Grit erklärt ihr, dass die größeren Tiere gerade noch mit einer wichtigen Aufgabe beschäftigt sind: Weil der Begegnungshof auch ein Lernort Bauernhof ist, sind dort oft Kinder zu Besuch, die lernen, was es in der Natur zu entdecken gibt und wie man gut mit Tieren umgeht. Das ist sehr wichtig, findet auch Lamberta und verschiebt ihren Besuch bei den großen Tieren auf später. Dafür trifft sie schon einmal die Hühner auf dem Hof, die zusammen mit Hahn Hugo dort leben und neugierig darauf sind, was Lambert und Lamberta von ihrer Reise zu erzählen haben.

07lamberta-hahnhugo

Westwärts

Lambert und Lamberta mussten eine ganze Weile laufen, um schließlich auf dem Glöckner-Hof zu landen. Aber Laufen macht Schafen ja bekanntlich Spaß, so dass die beiden ganz putzvergnügt dort ankamen, obwohl sie erst einmal verschnaufen mussten vom Bergauf und Bergab im Bergischen Land. Wie gut, dass es auf der Begegnungswiese eine große Jurte gibt! Normalerweise sind es die großen und kleinen Menschen auf dem Hof, die dort in Ruhe zusammensitzen können, aber auch Lambert und Lamberta finden, dass die Jurte ein toller Ort für eine Verschnaufpause ist.

Doch ihre Pause dauert nur kurz, denn die neugierigen Schafe wollen wissen, was es sonst noch zu entdecken gibt. Als sie die Jurte verlassen, treffen sie auf die Hofkatze, die sich gemütlich sonnt, und sehen sich auf der Streuobstwiese mit den vielen Apfelbäumen um, die gerade wundervolle Blüten zeigen. Ihr erster Eindruck: Schön ist es hier!